Die ersten Anbauteile an der Hinterradschwinge

Nachdem Rahmenrohr und Heck-Ausleger zusammengefügt waren, konnte ich die Anpassung und Befestigung der Ausfallenden für das Hinterrad an der Schwinge in Angriff nehmen.

Die Ausfallenden bestehen aus Aluminiumplatten mit den Maßen 150 x 45 x 5 mm (Hartaluminium 7075). In die Aluplatten wurden Ausschnitte für die Radachsen gebohrt und gesägt (leider steht mir keine Fräsmaschine zur Verfügung). Außerdem wurden zwei Löcher mit 12,5 mm Durchmesser in die Alubleche gebohrt, durch die später kurze Kohlefaserröhrchen (isoliert eingesetzt) die auftretenden Kräfte etwas günstiger in den Kern und das umgebende Laminat einleiten sollen. Die Ausfallenden und die Schwinge wurden in einer Art Lehre (Baubrett mit entsprechenden Befestigungen) eingepasst und dann mit Epoxydharz und Glas-Hohlfasergewebe verklebt. Die Kohleröhrchen wurden vorher in die Löcher im Aluminiumblech eingesetzt. Das Ganze sieht nun aus, wie auf den Fotos:

Auf dem letzten Foto erkennt man (der dunkle Fleck links unter dem Glasgewebe) eines der Kohleröhrchen. Auch die spätere Achsaufnahme ist gut zu sehen. Alle wichtigen Maße und Positionen für die Anbauteile (auch für die Schwingenlagerrohre) habe ich direkt auf dem Baubrett eingezeichnet und beschriftet (auch wenn man die Beschriftung jetzt nur noch zur Hälfte lesen kann, Schicksal ;) ).

Die Schwinge selbst wird dann später wiederum mit einer Lage Kohlefasergelege stabilisiert, nachdem der Kern auf die endgültige Form geschnitten und geschliffen wurde. Der nächste Schritt ist jetzt das Einpassen und Einlaminieren der Röhrchen für das Schwingenlager. Aber dazu müssen diese erst abgelängt und passend zu den Lagerhülsen ausgedreht werden. Vielleicht nächste Woche…

 

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Hält es oder hält es nicht?

Gestern musste sich zeigen, ob die Verbindung zwischen Hauptrahmenrohr und dem Ausleger für die Sitzlehne (und Stoßdämpfer) stabil genug zu bekommen ist, damit alle auf die Verbindungsstelle wirkenden Kräfte aufgenommen werden können. Ich habe versucht, die Verbindung möglichst stabil und haltbar auszuführen, aber es ist eben kein durchgehendes Teil, sondern zwei zusammengefügte Einzelteile. Die Verbindung ist also eine mögliche Schwachstelle.

Das Foto zeigt die Verbindung, noch mit parallel angebrachten Brettchen und Schraubzwingen. Das Ausrichten des Auslegers wird durch die Konstruktion der Verbindungsstelle erleichtert, die Brettchen tun ihr Übriges, den Ausleger gerade in Bezug auf das Hauptrahmenrohr zu halten.

Und so sieht die Verbindungsstelle jetzt ohne die Befestigungshilfen  aus:

Der endgültige Stabilitätstest steht noch aus, weil das Harz noch nicht ausgehärtet war, aber ich denke, dass die Grundstabilität schon ausreichend ist.

“Nebenbei” habe ich auch die Halterungen für die Sitzbefestigung am Ausleger (also an der Rückenlehne) gebaut. Diese bestehen aus einem U-Profil, das um die beiden Wangen des Auslegers herumgreift und an dessen Oberseite ein Alublech einlaminiert ist, in dem später der Befestigungsbolzen angebracht wird.

Das Foto zeigt die beiden Halterungen im “eingepackten” Zustand. Derzeit bestehend aus den Aluplatten und je zwei Lagen Glas-Hohlfasergewebe mit 210g/qm. Die Teile werden dann noch mit einer Lage Kohlefaser-Gelege stabilisiert und später auf die Wangen am Ausleger geklebt.

Der Umbau der unteren Sitzhalterung am Rahmen steht noch aus, da muss mir noch eine passende Konstruktion einfallen. Das Gewicht des Hauptrahmens beträgt zur Zeit ca. 850g.

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Stoßdämpfer

Gestern traf dann auch der Stoßdämpfer hier ein. :)

Ein RockShox Bar R Luft-/Öl-Dämpfer mit 190mm Länge. Als nächste Aufgabe steht also an, die Befestigungen für den Dämpfer zu bauen und passende Lagerbuchsen zu drehen. Der Dämpfer sitzt auf Grund seiner Länge (Ursprünglich waren 165 mm vorgesehen) etwas weiter hinten, was seiner Wirkung aber keinen Abbruch tun sollte. Außerdem wird damit die Strebe für die Sitzlehne etwas weniger ungünstig belastet. Damit hoffe ich, mich auf dem Trike wie in einer Sänfte fortzubewegen (ok, anstrengender, aber dafür genau so weich). ;)

Ein Teil des Alumaterials ist auch eingetroffen, die wichtigsten Komponenten sind also da und am Wochenende kann der Bau weiter gehen…

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Die lieben (bösen) Kilos

Heute habe ich vor dem aufbringen der ersten Kohleschicht die Schaumteile gewogen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie schwer das Ganze werden wird. Gesamtgewicht aller Teile derzeit 540 g. Die Hinterradschwinge kommt dabei auf 150 g, das Hauptrahmenrohr mit Auslegern für Vorderachse und Schwingenaufnahme (inkl. Zwischenbauteile, die noch nicht verklebt sind) wiegt 340 g und das Rahmenhinterteil, das die Schnittstelle zwischen Sitzlehne und Stoßdämpfer bildet, wiegt 50 g (jeweils gerundet). Leider habe ich vergessen, die Teile nach dem Aufbringen der ersten Kohleschicht noch einmal zu wiegen. Das wird dann am Montag nachgeholt. Das Gewicht dürfte moderat aber merklich zugenommen haben, das Kohlefaser-Gelege hat ein Flächengewicht von 450 g/qm!  Zumindest das Hauptrahmenrohr mit den Auslegern wird aber noch deutlich an (Schaum-) Gewicht verlieren, weil das Rohr wegen der unsicheren Position des Tretlagers noch zu lang ist und die Ausleger noch viel zu massiv und dick sind.

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Die Sitzbefestigung am Rahmen

Der Sitz wird am Rahmen mit einer mitgelieferten Metall-Halterung befestigt. Dafür mussten entsprechende Aufnahmen am Hauptrahmenrohr und am Rahmenhinterteil gebaut werden.

Auf dem Foto sind die beiden Führungen für die Sitzbefestigung zu sehen. Diese sind wiederum mit der ersten Kohlefaserschicht stabilisiert. Im Bereich der Befestigung für das Rahmenhinterteil habe ich wieder mit Abreißgewebe für eine halbwegs glatte Fläche gesorgt (hoffentlich…). Die beiden Führungen und das Hauptrahmenrohr sind im Winkel von 130° angeschnitten, so dass das Rahmenhinterteil hier ohne weitere Anpassungen im richtigen Winkel eingebaut werden kann. In den Führungen für die Sitzbefestigung sind schon die Ausschnitte für die Halterung am Sitz vorgesehen. Der Sitz wird hier durch zwei einlaminierte Aluminiumbleche gehalten, durch die ein Bolzen gesteckt und verschraubt wird. Die Sitzposition ist um ca. 6 cm in Längsrichtung verschiebbar.

Die Befestigung für das Rahmenhinterteil.

Die Seitenansicht.

Und die Führungen für die Sitzbefestigung von vorne.

Am Montag geht es dann mit den nächsten Kohlefaserschichten weiter. Drückt die Daumen, dass auch die Aluteile bis dahin hier eintreffen, dann können auch die Schwingenlager und die Rohre für die Lenkkopflager gedreht und einlaminiert werden!

To be continued…

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Die erste Kohle…

Heute hatte ich endlich Zeit, die Kerne soweit wie möglich zu vervollständigen und dann auch die ersten Laminat-Schichten aufzubringen. Zuerst wurde die Halterung für die Dämpferaufnahme am Rahmen und die Dämpferaufnahme selbst aus Schaum geschnitten. Auf der Oberseite der Dämpferaufnahme wird später auch der Sitz befestigt.

Das Bild zeigt die Dämpferaufnahme, die später schräg am Rahmen befestigt wird. Die erste Kohlefaserschicht wurde zwischen den Trägern für die Sitzbefestigung aufgebracht. Diese soll das Bauteil so weit es geht stabilisieren, da hier später hauptsächlich Biegemomente wirken. Das Kohlefasergelege ist unidirektional und wurde in Längsrichtung aufgebracht. Dadurch hoffe ich, eine maximale Stabilität des Rahmenhinterteils zu erreichen.

Die zweite Kohlefaserschicht wird dann auf der Außenseite laminiert, sie greift auch um die Sitzbefestigungs-Träger herum. Die ausgeschnittenen Enden (ohne Trägerteile) sind mit Abreißgewebe belegt, um eine relativ glatte Oberfläche zu erzielen. Auf der rechten Seite ist auch schon der Ausschnitt für die spätere Befestigung am Rahmen zu sehen. Der Winkel zwischen dem Rahmenrohr und dem Rahmenhinterteil beträgt 130°. Der Sitzwinkel wird später um 120° liegen und ist durch die Sitzverstellung leicht variabel.

Auf dem folgenden Bild ist das Rahmenhinterteil noch in der Längsrichtung zu sehen.

 

 

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Grobschnitt der Rahmenteile

Weiter ging es letzte Woche mit dem Grobschnitt der restlichen Rahmenteile aus den Schaumblöcken.

Auf dem Foto sind ist die Gesamtansicht des Rahmens zu sehen. Die Hinterradschwinge greift in einen Rahmen-Ausleger, der wiederum mit dem Hauptrahmenrohr verbunden ist. Die Ausleger für die Vorderräder bestehen aus einem Teil, das gleich mit der richtigen Biegung und dem entsprechenden Winkel für die Lenkkopflager aus dem Block geschnitten wurde. Das Hauptrahmenrohr hat zur Zeit noch die Dimension 100 x 80 mm. Das Maß wird aber nur zwischen der Schwingenlagerung und den Vorderachs-Auslegern erreicht, nach vorne hin verjüngt sich das Rohr als Tretlagermast entsprechend der Höhe und Breite des Excenter-Tretlagers. Die Kette wird sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite im Bereich unter dem Sitz abgedeckt verlaufen.

Der nächste Schritt ist das Verkleben der Rahmenteile miteinander und das Laminieren der Verstärkungen für die Sitz/Federbein-Aufnahme.

Die Gesamtlänge beträgt derzeit ca. 2,10 m, allerdings steht die Position des Tretlagers noch nicht fest, deshalb werden am Tretlagermast höchstwahrscheinlich noch ein paar Zentimeter wegfallen. Die Gesamtbreite wird später mit den Achsen ca. 80 cm betragen. Die Höhe kann ich noch nicht bestimmen, da er Sitzwinkel noch nicht feststeht.

 

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Ein Haufen Schaum…

Heute habe ich den “Rest” Schaum bei Bacuplast abgeholt. Das Zeug passte kaum ins Auto! Aber letztlich habe ich doch alles nach Hause bekommen und jetzt steht das Rohmaterial für das Rahmen-Vorderteil hier zur Weiterverarbeitung bereit. Zusätzlich zum Schaumkern für den Hauptrahmen (1500x500x80mm) habe ich noch eine dünnere Platte (1000x500x35mm) und zwei Depronplatten (3mm und 6mm) mitgebracht. Das 3mm Depron dient hauptsächlich als Abdeckplatte am Schaumkern des Rahmens, wenn dort Löcher geschnitten werden müssen, die später als “Stauraum” dienen. Das 6mm Depron ist als Bodenplatte unter dem Sitz und den Vorderachs-Auslegern gedacht. Außerdem lassen sich daraus vielleicht die Anlenkungen bauen…?

Zusätzlich waren auch noch Abreißgewebe und einige Kleinteile dabei, so dass die Arbeiten am Rahmen weiter gehen können. :)

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Erste Experimente zur Herstellung der Lenk- und Spurstangen

Die Lenkung des Trikes hat mir lange Kopfzerbrechen gemacht. Es sollte eine Panzerlenkung werden, bei der das gesamte Gestänge möglichst unterhalb bzw. innerhalb des Rahmens verlaufen sollte. Dabei sind mir verschiedene Varianten in den Sinn gekommen, eine von denen bedingt, dass die Lenkhebel, die vom Lenker nach vorne unter die Vorderachs-Ausleger führen schräg oder gekröpft verlaufen. Im Modellbau ist diese gekröpfte Führung fast schon standard und auch völlig unproblematisch. Würde das auch in größeren Dimensionen funktionieren? Ich habe mal einen Prototypen für die Anlenkung gebaut, mit dem ich das Funktionsprinzip testen möchte. Dafür habe ich zwei Streifen 6mm Depron so “formverleimt”, so dass die Biegung schon weitgehend vorgegeben ist. Diese Streifen haben jetzt zusammen einen quadratischen Querschnitt mit 12mm Kantenlänge. Über diesen Streifen wird jetzt Glasfasermatte laminiert, bis das Ganze formstabil genug ist, um als Anlenkung zu dienen. Warten wir ab, ob es funktioniert…

Die zusammengeklebten Depronstreifen, mit Nadeln auf dem Schaumblock fixiert.

Die fertige “Sandwich”-Konstruktion. Über diese wird dann mit Glas bzw. Kohlefaser laminiert. Die zusammengeklebten streifen behalten nach dem Lösen vom Schaumblock weitgehend ihre Form, das lässt hoffen! Auch die Steifigkeit erhöht sich nur durch das zusammenkleben schon beträchtlich.

Das Ganze ist bisher nur eine Art Funktionsmodell, an dem ich die späteren Eigenschaften des Materials testen möchte. Es wäre ja auch immerhin möglich, dass mit dem geringen Querschnitt die erforderliche Festigkeit nicht zu erreichen ist.

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Schaumkern der Hinterradschwinge fertig

Gestern war es soweit, die Hinterradschwinge nimmt Gestalt an!

Den Schaumkern für die Hinterradschwinge habe ich mittels Heißdrahtschneider aus einem 50mm starken De-Q-Cell Block geschnitten. Die Form wurde durch die erforderlichen Ein- und Anbauteile weitgehend vorgegeben. Am hinteren Ende ist ein Ausschnitt für das Rad mit der 7 Gang Schaltnabe. Vorne die Aufnahmen für die Schwingenlager. Etwa in der Mitte der Schwinge wird das Gegenlager für den Stoßdämpfer montiert.

Jetzt wird noch die Nachbearbeitung des Blocks fällig, dann kann das Laminieren beginnen! :)

 

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